Das Internetagentur-Ranking gilt als das Branchenbarometer der interaktiven Wirtschaft. Dabei werden in einer Sonderauswertung die auf e-Commerce spezialisierten Agenturen gesondert betrachtet und eine Rangliste der umsatzstärksten Agenturen und Dienstleister in diesem Segment erstellt.

Hier geht es zu Ranking.Unter der Schirmherrschaft Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlichen der Branchendienst iBusiness sowie die Fachblätter Werben & Verkaufen und Horizont jährlich das Ranking der . Basis für das Ranking der ist nur der Umsatz, den ein Unternehmen mit Dienstleistungen für Online-Händler erbringt.

Bei den e-Commerce-Agenturen ergibt sich in diesem Jahr unter den Top 10 folgendes Bild:

  1. dmc digital media center GmbH
    Umsatz: 19,14 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 230
  2. hmmh multimediahaus AG
    Umsatz: 16,85 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 236
  3. SinnerSchrader AG
    Umsatz: 13,14 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 297
  4. Wiethe Interaktiv
    Umsatz: 9,88 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 90
  5. Neue Digitale/Razorfish
    Umsatz: 9,13 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 157
  6. Netpionier
    Umsatz: 6,53 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 105
  7. TWT Interactive GmbH
    Umsatz: 6,28 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 84
  8. Arithnea
    Umsatz: 5,10 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 74
  9. mediaworx Berlin AG
    Umsatz: 4,86 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 72
  10. neuland Bremen GmbH
    Umsatz: 3,84 Mio. Euro
    Mitarbeiter: 38

Über die vergangenen Jahre betrachtet, wachsen die Agenturen vor allem in den Bereichen e-Commerce, Onlinewerbung und Onlinemarketing. In diesen drei Segmenten werden die Subrankings vor allem von den Dickschiffen der Branche beherrscht. Joachim Graf, Herausgeber und Chefredakteur des Trendletters erklärt die aktuelle Agentursituation so:

“Diese Big Player haben sich häufig auf die entsprechenden Teildisziplinen spezialisiert. Besonders deutlich ist das in dem umsatzstärksten Bereich e-Commerce zu erkennen: Gemessen an den gesamten Honorarumsätzen der Top 10 in dieser Disziplin liegt der Umsatzanteil aus solchen Projekten jeweils zwischen 50 bis 100 Prozent.”

Auf Grund der zunehmenden Verschmelzung von Off- und Online-Geschäftmodellen, müssten die e-Commerce-Agenturen und ihre Kunden in den nächsten Jahren mit einem elementaren Wandel rechnen. Joachim Graf:

“Zentrale Herausforderung wird es für Onlineshops und ihre Dienstleister sein, auf das Verschwinden des “E” im “E-Commerce” zu reagieren: In Zukunft werden Präsenz- und Onlinehandel miteinander verschmelzen. Dazu ist es nötig Kompetenzen sowohl im klassischen Handelsmarketing als auch im Onlinehandel vorzuhalten. Dazu sind bis jetzt nur wenige interaktive Agenturen aufgestellt. Ebensowenig übrigens wie die meisten ECommerce-Pureplayer.”