Quelle: FAZUm ein “besseres Image für den Konzern und ein friedlicheres Verhältnis zur Konkurrenz” zu schaffen, gibt der Media-Saturn-Konzern laut einem dem umstrittenen Anwalt endlich den Laufpass:

So trennt sich der Handelskonzern von dem Hamburger Anwalt Joachim Steinhöfel, der im Auftrag des Media-Marktes Hunderte von kleinen Händlern mit Abmahnungen und Klagen überzogen hatte. Die Media-Saturn-Holding habe Rechtsanwalt Steinhöfel das Mandat entzogen, bestätigte ein Konzernsprecher der F.A.S.:„Streitfälle bearbeiten künftig unsere eigene Rechtsabteilung sowie eine neue externe Wirtschaftskanzlei.“

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte schon Ende letzten Jahres unter dem Titel “” ausführlich über das Thema berichtet:

Von einer “massiven Welle, bestimmt 1000 Fällen” berichtet auch der Kölner Anwalt Rolf Becker, der fünf Dutzend Firmen vertritt. “Manche Mandanten erhalten fünf Abmahnungen von drei verschiedenen Media-Märkten. Steinhöfel zieht nomadisierend durch die Republik, zu den Gerichten, wo er den größten Erfolg und die höchsten Streitwerte vermutet.” Eine Statistik über die Verfahren führen die Gerichte nicht, sie berichten nur von “sehr vielen, sehr ähnlichen” Fällen.

Selbst für Lappalien mussten Kleingewerbetreibende vierstellige Honorarrechnungen zahlen. Wer sich wehrte, für den wurde es richtig teuer.

Von einer “Marktbereinigung mit Hilfe der Justiz” sprachen Konkurrenten. Richter beschuldigten den Konzern des “missbräuchlichen Einsatzes von Rechtsmitteln”.

Die Ergebnisse unserer hatten zudem die Tragweite der Problematik bestätigt – das . Seitdem hatte es immer wieder kritische Artikel u.a. im und im Wirtschaftsmagazin Brand Eins (““) gegeben.

Diese ständige Negativpresse scheint jetzt den Ausschlag gegeben zu haben, die Zusammenarbeit mit RA Steinhöfel sofort zu beenden und an einem Imagewandel zu arbeiten. Wir sind gespannt und werden es verfolgen…